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Welche Arten von Bluthochdruck gibt es?

Die Primäre Hypertonie beschreibt die Erhöhung des Blutdrucks, ohne dass eine
körperliche Ursache dafür ausgemacht werden kann. Sie wird auch essenzielle BluthochdruckHypertonie genannt und bezieht sich oftmals auf genetische Komponenten, bei denen Betroffene bereits eine positive Familienanamnese vorliegen haben. Auch Mutationen von einzelnen Genen sind nach Auffassung der Forscher als Ursache anzunehmen, auch wenn dies weiterhin nicht abschließend geklärt werden konnte. Was aber als sicher anzunehmen ist, sind die Faktoren, die einen Bluthochdruck begünstigen können. Dazu zählen unter anderem:

•Tabakkonsum

•Alkoholkonsum

•Übermäßiger Kochsalzkonsum

•Stress

•Hormonelle Gründe

⇒Die Primäre Hypertonie ist eine Ausschlussdiagnose und muss ausgiebigen
Untersuchen folgen, bei denen der Arzt andere Erkrankungen und Ursachen für den hohen Wert ausschließt. Die Behandlung erfolgt langfristig oder lebenslang mit blutdrucksenkenden Medikamenten und Maßnahmen. Man muss seinen Blutdruck auch bei Medikamenten Einnahme regelmäßig mit einem Blutdruckmessgerät kontrollieren.

Die Sekundäre Hypertonie
aorta

⇒Bei der Sekundären Hypertonie geht man davon aus, dass eine Grunderkrankung als wichtige Rolle für den Bluthochdruck in Frage kommt. Davon betroffen sind ca. 5-15% aller Patienten mit Hochdruck. Daher spielt die primäre Behandlung der Grunderkrankung eine wichtige Rolle und erfolgt in enger Abstimmung mit dem Hausarzt und weiteren Fachärzten oder Kliniken.

Das regelmäßige Messen der Blutdruckwerte mittels Blutdruckmessgerät gehört daher zum Standard bei jedem Arztbesuch. Als häufigste Ursache der Sekundären Hypertonie konnten folgende Erkrankungen festgestellt werden:

Nierenerkrankungen, zum Beispiel durch chronische Entzündungen, durch diabetische Schäden oder durch Zystennieren. Die Fähigkeit der Salzausscheidung ist stark eingeschränkt und erhöht damit als Folge den Blutdruck.

Eine Verengung der Nierenarterie führt zu ungenügender Durchblutung. Arteriosklerose kann dies auslösen.

Auch Störungen im Hormonhaushalt können zu Hypertonie führen. Unter anderem gehören dazu das Conn-Syndrom, das Phäochromozytom , das Cushing Syndrom, sowie eine Überfunktion der Nebenschilddrüsen. Auch die Einnahme von Kontrazeptive kann den Blutdruck kritisch erhöhen.

Weiterhin gehört eine angeborene Missbildung der Hauptschlagader zu den häufigsten Ursachen für Bluthochdruck. Dabei handelt es sich um eine Verengung der Aorta, durch die der Blutdruck ansteigt.

Auch das Schlafapnoe-Syndrom führt zu erhöhten Blutdruckwerten, die in diesem Fall besonders häufig nachts auftreten.