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Welche Ursachen für hohe Blutdruckwerte/Hypertonie gibt es?

Ursachen BluthochdruckNicht jede Schwankung oder jeder erhöhte Messwert mit einem Blutdruckmessgerät bedeutet gleichzeitig auch das Erkranken an Bluthochdruck. Tageszeitliche Schwankungen können ganz normal sein. Auch die Nachtruhe wirkt sich aus, denn da sinkt der Blutdruck normalerweise. Bluthochdruck liegt vor, wenn regelmäßige Messungen konstant hohe Werte ergeben haben. Daher ist die Kontrolle bei jedem Arztbesuch mit einem Blutdruckmessgerät und ggf. zuhause ratsam, um den Blutdruck zu überwachen und auf Änderungen jederzeit reagieren zu können. Moderne Blutdruckmessgeräte helfen den Anwendern dabei, ihre gemessen Blutdruckwerte im Blick zu behalten.

 

1. Vererbung:

Monogenetische Ursache bedeutet, dass ein Patient den Bluthochdruck direkt genetisch vererbt bekommt hat. Dies kommt jedoch sehr selten vor. Dagegen sind häufig bei Patienten mit anderen Vorerkrankungen, die einen Bluthochdruck begünstigen, genau diese Risikofaktoren auch bei nahen Familienangehörigen zu finden. Studien haben gezeigt, dass bei ca. 35-50% der Betroffenen eine familienbedingte Vererbung anzunehmen ist.

 

2. Schwangerschaft: Bluthochdruck bei Schwangerschaft

Der während der Schwangerschaft auftretende Bluthochdruck wird auch Präemklampsie genannt und kann sowohl für das Ungeborene als auch die Mutter lebensbedrohlich werden. In den meisten Fällen tritt dieser Bluthochdruck ab der 20. Schwangerschaftswoche auf und verläuft meist unkompliziert. Ca. 6 Wochen nach der Geburt hat sich der Blutdruck in den meisten Fällen auch wieder von selbst normal eingestellt. Gründe für diese Form des Bluthochdrucks können die Gewichtszunahme während der Schwangerschaft sein und die verstärkte Ausscheidung von Eiweiß über den Urin sein. Daher werden Schwangerer bei jeder Untersuchung an ein Blutdruckmessgerät angeschlossen und die Blutdruckwerte geprüft.

 

3. Störung Hormonsystem:

Ist der Blutdruck besonders hoch oder sehr resistent gegen die eingeleiteten Therapien, so kann eine Hormonstörung die wahre Ursache sein. Oftmals ist dann die Nebenniere geschädigt und schüttet zu viel des Hormons Aldosteron aus. Auch andere Hormonstörungen können für Bluthochdruck verantwortlich sein. Jedoch werden die Tests, die sogenannten Screenings, noch zu wenig angewendet. Oftmals geht es nicht über das Messen des Blutdrucks mit einem Blutdruckmessgerät hinaus. Daher bleibt diese Ursache oftmals unentdeckt bei den Betroffenen.

 

4. Gefäßkrankheiten:

Krankheiten der arteriellen und ableitenden Systeme können ebenfalls Bluthochdruck auslösen. Dazu gehört zum Beispiel die Arteriosklerose, bei der sich Ablagerungen an den Gefäßwänden festsetzen und sich dort entzünden. Die Arterie verengt sich und die Sauerstoffzufuhr ist eingeschränkt. Auch rheumatische Entzündungen kommen von entzündeten Gefäßen. Und besonders Raucher sind von den TAO = Thrombangiitis obliterans, dem sogenannten Raucherbein, betroffen. Hierbei führt die Entzündung zum Gefäßverschluss und zu weiteren Gewebeschäden, die besonders an Armen und Beinen auftreten.

 

5. Nebenwirkung von Medikamenten können zu Hypertonie führenUrsachen für Bluthochdruck

Zu den bekannten Medikamenten, die einen Bluthochdruck als Nebenwirkung auslösen können, zählen unter anderem die Anti-Baby-Pille, Kortison und zahlreiche Rheumamittel. Aber auch Ibuprofen oder Diclofenac können zu Bluthochdruck führen, auch wenn das Risiko dieser Nebenwirkung als sehr gering eingestuft ist.

Allgemeine Risikofaktoren für Hypotonie sind: Übergewicht und Blutdruckmessgerät ManschetteBewegungsmangel, Nikotin und Alkoholkonsum sowie chronischer Stress Höheres Alter: Bei Männer über 55 und bei Frauen über 65 Jahre steigt altersbedingt das Risiko für Bluthochdruck an. Den Blutdruck zu senken, kann also allein schon auf Grund des Alters einer Person nötig werden.

 

6. Wechseljahre

Bei Frauen tritt eine zunehmende Zahl von Patientinnen mit hohen Blutdruckwerten auf, wenn die fruchtbaren Jahre vorbei sind. Dann sinkt der Östrogenspiegel ab und das männliche Testosteron nimmt zu. Daher haben viele Frauen in den Wechseljahren auch mehr Bauchfett. Und genau dieses Fettgewebe ist gefährlich. Es kann selbsttätig Hormone frei, die den Appetit anregen. Kommt dann noch allgemeines Übergewicht dazu und/oder Stress, dann können die Blutdruckwerte schnell in die Höhe gehen. Mit geeigneten Medikamenten kann der Blutdruck gesenkt werden.
Aber auch Erbanlagen, Alter und Geschlecht spielen eine wichtige Rolle, auch wenn diese nicht beeinflussbar sind. Sollten Sie aber schon eine Veranlagung zu Bluthochdruck haben, dann wirken sich die Risikofaktoren Ihres Lebensstils deutlich stärker aus. Es wird mit jedem Jahr schwerer, den Blutdruck zu senken. Besonders ohne eine medikamentöse Therapie.